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Einführung in die Sprachgeschichte

Die europäischen Sprachen gestalten sich vielfältig und es ist heute kaum zu glauben, dass sie einst einen gemeinsamen Ursprung, eine Art „Urheimat“ hatten. Doch Sprachgeschichte ist letztendlich Menschheitsgeschichte und aus den vielfältigen geschichtlichen Erkenntnissen und den Forschungsergebnissen der Anthropologie und der Indogermanistik ergibt sich, dass nach der langen Epoche der Völkerwanderung bereits ab dem 7. Jahrhundert n. Chr. im ganzen westlichen Europa indoeuropäische Sprachen gesprochen wurden; Sprachen also, die bereits schon ab der Bronzezeit mit Einwanderern aus Asien nach Europa gelangt waren. Einzige Ausnahme davon ist das vorindogermanische Volks der Basken, die im Hinterland des Golfes von Biscaya ansässig sind – und die bis heute ihre alte Sprache und Kultur bewahrt haben.
Im Laufe der Zeit bildeten sich verschiedene Sprachgemeinschaften und darin wiederum örtlich bedingte Sprachformen, Mundart oder Dialekt genannt. Auf diese Weise ist auch das so entstandene deutsche Sprachgebiet letztlich in viele kleine und größere Mundarten untergliedert. Auch im deutschen Sprachraum sind die Ursachen und Ursprünge dazu sind in der Zeit der Völkerwanderung zu suchen, als sich die großen Stämme der Franken, Alemannen, Sachsen, Thüringer und Baiern herausbildeten. Da sich aber die Geschichte weiter entwickelte, stimmen natürlich die heutigen Mundartlandschaften längst nicht mehr genau mit den alten Stammeslandschaften überein und reichen heute auch über die Staatsgrenzen hinaus. So wird z.B. das Niederfränkische in Norddeutschland und den Niederlanden, das Bairische nicht nur in Bayern, sondern auch in Österreich und Südtirol gesprochen und das Alemannische ist nicht nur in Südwestdeutschland, sondern auch im Elsass, der Schweiz, im österreichischen Vorarlberg und in Liechtenstein zu Hause, während sich das Schwäbische bereits im 13. Jahrhundert sprachlich aus dem Alemannischen ausgliederte.
Hochalemannische spricht man in Südbaden (und somit auch im Klettgau), im deutschsprachigen Teil der Schweiz und in Vorarlberg. Die Mundart im schweizerischen Oberwallis, bezeichnet man hingegen als Höchstalemannisch, denn es ist die altertümlichste deutsche Mundart überhaupt, die sich durch die verkehrsmäßige Abgeschiedenheit des Oberwallis am Oberlauf der Rhone über Jahrhunderte unverändert erhalten hat. Durch die Siedlungsbewegungen der Oberwalliser (Walserwanderungen) verbreitete sich diese Mundart aber auch in verschiedenen Gegenden der heutigen Schweiz (besonders Graubünden), in Norditalien und im österreichischen Vorarlberg. (H.R.)

Vorbemerkung zur alemannischen Sprachpflege:

Die Mundart sollte nicht als eine Konkurrenz zur Hochsprache verstanden werden, denn das hieße „gegen Windmühlen“ zu kämpfen. Im Gegenteil, man muss sich vielmehr bewusst machen, dass jede Sprache – und somit auch die Hochsprache - einer ständigen, zwangsläufigen Veränderung unterworfen ist. Deshalb will der Dialekt dort gepflegt sein, wo die Mundart im täglichen Gebrauch auf Bedingungen trifft, die ihr förderlich sind.

Der Autor dieser Seiten betrachtet deshalb die Sprachpflege auch nur dann und nur dort als sinnvoll, wo die entsprechenden Rahmenbedingungen im Leben dies auch möglich machen. Denn nur dort, wo dies als gemeinsame Grundlage zutrifft, verfügen die eines Dialekts mächtigen Menschen über eine natürliche, ungezwungene sprachliche Leichtigkeit - und über eine wohltuende, frische und spontane Ausdrucksweise, die auch dem Humor stets freien Lauf lässt. Auf diese Weise kann Mundart durchaus auch durchaus der drohenden sprachlichen Monotonisierung der Welt entgegen wirken. –

Allerdings :
„Dialekt kann man nicht ausstopfen und ins Museum stellen“,
wie es die Sprachwissenschaftlerin Dr. Renate Schrambke einmal treffend formulierte.
Der Dialekt steht und fällt vielmehr stets mit den Menschen, die ihn sprechen... –

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